Evangelische Kirchengemeinde Hiesfeld - leben & erleben

Die Reportage

Der Hiesfelder Taufstein

auf dem Weg nach Hause

Vielleicht haben Sie es schon mitbekommen, unsere Kirchengemeinde bereitet sich auf die Rückkehr eines besonderen Kunstwerkes in die Dorfkirche vor.
Seit 2010 gibt es Bemühungen, den Taufstein, der um das 14.-16.Jahrhundert entstanden ist, an seinen Ursprungsort zurückzuholen.

1834 wurde er von Pfarrer Dahlmann für heute umgerechnet 90 € (12 Taler) der Kirchengemeinde Hiesfeld abgekauft. Wohl nicht wissend, dass es sich um ein kostbares Relikt aus der Kirchengeschichte handelt, sollte er, in zwei Teile auf dem Kirchvorplatz liegend, zum Blumenpflanzkübel umfunktioniert werden.
Wurde er als zu groß empfunden als Taufbecken in der Dorfkirche? Man weiß es nicht. Der Hamborner Pfarrer jedenfalls begann 1851 mit den ersten Restaurierungsmaßnahmen, so dass bis 1939 der Taufstein in der Hamborner Abteikirche genutzt wurde. Seitdem lagerte er dort an verschiedenen Orten, zuletzt in einem Lagerraum zwischen Stühlen.
In den letzten drei Jahren wurde nun seine Rückführung in die Hiesfelder Dorfkirche vom Rat der Förderstiftung Dorfkirche vorbereitet.

Über die Geschichte des Taufsteins hat Dr. rer. pol. Ingo Tenberg, der seine Kindheit und Jugend in Hiesfeld verbrachte, mit viel Engagement und Sachverstand recherchiert. Interesse an der Geschichte seines Heimatortes Hiesfeld hat er durch seinen ehemaligen Lehrer Berthold Schön entdeckt. In seinem Buch "Von Wolfjagden, stolzen Rittern und dem Gespenst aus dem Moor" erzählt er von der bewegten Geschichte Hiesfelds und widmet ein Kapitel dem Hiesfelder Taufstein. Ihm sei an dieser Stelle herzlich für sein Engagement und seine Mithilfe bei den Bemühungen der Rückführung gedankt.

Mit Arnd Sonderkamp, Steinmetz aus Duisburg, konnte ein renommierter Fachmann für die Restaurierung des Taufsteins gewonnen werden. Nach seiner Steinmetzlehre am Kölner Dom hat er viele Siege des deutschen und sogar internationalen Berufswettkampfs im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks vorzuweisen. Er arbeitet als geprüfter Restaurator in eigener Firma.

Am 2. September 2013 war es dann soweit:
Die Rückreise begann....


Letzte Absprache über die Vorgehensweise: Erich Schult, Vorsitzender des Stiftungsrates, im Gespräch mit dem Steinmetz Karl-Heinz Sondermann

Erste Vorbereitungen zum Abtransport.

Gut verpackt und gesichert ist der Taufstein für die Reise vorbereitet.

Vorsichtig über die Rampe geht es aus der Abteikirche.
Der Taufstein verlässt die Abteikirche der katholischen Kirchengemeinde Propstei St. Johann.

In Becken und Fuß mit Schaft zerlegt auf den Hänger gehoben, kann der erste Teil der Reise beginnen.

Alles ist gut gegangen, freuen sich Dr. Ingo Tenberg und Jörg Spelleken (rechts im Bild), Mitglied des Stiftungsrates.

Mit Spannung wird nun nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten der Taufstein im März des nächsten Jahres zurück erwartet.




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